Lässig, aber nicht nachlässig – Tipps für Herrenmode

Wir Männer neigen zu modischen Extremen.Vom Nadelstreif am liebsten sofort in den Jogginganzug springen? Hauptsache bequem. Wenn da nur nicht a) die Freundin tadeln und b) das eigene Stilbewusstsein darunter leiden würde.

Dabei umfassen die Trends für Herrenmode längst Casual Wear, die bequem und ansehnlich zugleich ist. Welche Basics sind für die Garderobe unabhängig vom Alter empfehlenswert?

Als wichtiger Bestandteil gehört neben einem Paar dunkler, gut sitzender Jeans auf jeden Fall eine schmaler geschnittene Chino in Beige in euren Kleiderschrank. Denkt jetzt bei Chino aber bitte nicht an knielange Bermudas mit aufgesetzten Taschen, womöglich noch mit allerlei Kram vollgestopft! Ihr wollt nicht Angeln, sondern Ausgehen.

Die hellen Hosen also nur mit zwei seitlichen Eingriffstaschen wählen und knöchellang tragen, meinetwegen auch am Saum etwas hochkrempeln. Vorausgesetzt ihr fühlt euch dabei wohl, alles andere wirkt albern – das gilt übrigens nicht nur für Hosenbeine, sondern für jegliche Herrenmode.

Bleibt euch treu. Und wenn’s um Treue geht, muss ein langlebiges Paar Schuhe her. Zu den Chinos passen für diesen Herbst 2011 so genannte Desert Boots am besten. Die robusten Schnürschuhe bestehen meist aus der Kombi von dunklem Veloursleder mit heller Kreppsohle und gelten zu Recht als Klassiker. Damit könnt ihr nicht falsch liegen, komfortabel zu tragen und dennoch eleganter als Sneakers.

Notiz an alle angeblichen Style-Checker: Weiße Turnschuhe zum Anzug sind Trend, zumindest waren sie es vor dem Jahre 2002. Will heißen – lasst diesen Mix ab sofort bleiben oder setzt zumindest auf modern gestaltete Loafer zur Stoffhose.

Casual geht es bei der Oberbekleidung weiter. Natürlich ist ein klassisches Button-Down-Hemd (auch unter „Oxford“ geläufig) für die Freizeit eine gute Option. Wer allerdings partout keine Hemden tragen will, kann genauso gut auf sein Lieblingsshirt zurückgreifen. Aber: Der Sitz des Shirts muss stimmen. Verbleichte oder gar ausgeleierte Modelle schauen schrecklich aus!

Traurige Nachricht: Verbannt eure bunten Trainingsjacken und Kapuzenpullis endlich aus dem Kleiderschrank. Einzige Ausnahme: Ihr braucht die Sachen auf dem Weg zum Fitnessstudio oder ihr spielt als Statist in einem kommenden Hip-Hop-Video mit. Gute Nachricht: Cardigans passen zu vielem – Jeans, Chinos und Shorts. Damit es nicht nach „Opis Strickjacke“ aussieht, nur körpernah geschnittene Modelle in hellem Grau, Navy oder Schwarz mit dezenter Knopfleiste wählen.

Mit einer hochwertigen Armbanduhr (hochwertig heißt nicht automatisch protzig!), schmalem Gürtel oder einer mittelgroßen Ledertasche zum Umhängen könnt ihr eurem Freizeitlook weitere modische Details hinzufügen.

P.S.: Männer, auch wenn ihr es ohnehin wisst, sei es hiermit nochmals erwähnt. Frauen achten meist wenig auf eine bestimmte Modemarke, sondern auf euer Gesamterscheinen. Neben der Kleidung also auf euer Äußeres Wert legen. Bart stutzen und vom Friseur des Vertrauens zu einem gemäßigten Old-School-Schnitt beraten lassen. Gesicht, Hände und Füße pflegen! Denn lässiger Style ist niemals nachlässig.

Bild:© KireevArt – Fotolia.com

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