Mit Power in den Sommer starten

In jedem Jahr gibt es zwei Termine, die sich ideal für gute Vorsätze eignen. Den ersten Januar und den Sommeranfang, schließlich möchte man(n) ja nicht ohne Sixpack in die Badesaison starten und doch klappt es oft nicht so wie gewünscht.

Damit sich das in diesem Jahr ändert, gibt es eine kleine Orientierungshilfe für ein Workout, das in jeden Terminkalender passt. Hoch intensiv, zeitsparend und die perfekte Ergänzung, um an Kraft zu gewinnen.

 

Mit voller Power

 

Das Stichwort für einen schönen und sportlichen Körper lautet neuerdings nicht mehr pure Kraft. Die Zeiten des stumpfen Bodybuildings und reinen Masseaufbaus sind vorbei, der Fokus liegt auf Power und Sportlichkeit. Mit dem HIIT sollte das auch spielend gelingen. Das High Intensity Interval Training ist vor allem für sportlich erfahrene geeignet, die ihren inneren Schweinehund überwinden können und in möglichst kurzer Zeit Ergebnisse erzielen möchten.

Hierbei geht es um gezieltes Training im anaeroben Bereich (dem Bereich also, in dem der Körper mehr Sauerstoff verheizt als er durch den Atem zu sich nehmen kann), ein krasser Gegensatz zu Joggingrunden im Park oder dem Bleidrücken im Fitnessstudio. Eine besondere Ausrüstung ist für die meisten Übungen im Rahmen von HIIT ebenfalls nicht vonnöten und auch in das reguläre Training lässt sich das Intervalltraining hervorragend einbinden, denn es handelt sich hierbei um eine Methode, das Workout zu optimieren, nicht um ein völlig neues Training.

HIIT dauert dabei typischerweise zwischen 10 und 30 Minuten, auch kürzere Sessions sind möglich. Beim HIIT wechseln sich entweder Übungen verschiedener Muskelgruppen ab oder aber die Intensität der Übungen wird variiert.

Bei Variationen in der Intensität eignet sich HIIT besonders gut für Läufer, Schwimmer und Radfahrer. Nach einer kurzen Aufwärmphase beginnen Sprinteinheiten von 30 bis 40 Sekunden, die von 15-20 Sekunden langen Erholungsphasen gefolgt werden. Bereits mit drei intensiven Wiederholungen erzielt man hier sehr deutliche Ergebnisse und einen deutlich schnelleren Leistungsanstieg als bei reinem Ausdauertraining.

Im Bereich Krafttraining würde man zum Beispiel ein 15-minütiges Workout aus verschiedenen Übungen zusammenstellen. Ganz klassisch ließen sich so Liegestütz, Sit-Ups und Kniebeugen miteinander kombinieren und als ein hochintensiver Satz arbeiten, der drei Mal wiederholt wird. Mit dem richtigen Maß an Anstrengung wird so ein schnelles Workout möglich, dass sich auch in jedem Sportstudio spielend leicht durchführen lässt.

 

Gesund und stark

 

Das Prinzip, auf dem HIIT basiert, ist quasi angelehnt an Sprintsportarten. Durch die hohe Intensität wird gezielt das Muskelwachstum angeregt, gleichzeitig profitieren jedoch auch Kreislauf und Lunge von den kurzen Sprints. Der Anstieg erfolgt weniger in Form übertrainierter Muskeln, sondern in Form von sportlicher Leistung – wachsende Muskulatur ist nur ein netter Nebeneffekt.

Besonders wichtig sind in jedem Fall eine gezielte Erwärmung und ein Cool Down, damit der Körper auch wirklich die volle Leistungsbereitschaft abrufen kann.

Wer nach einem neuen Training sucht, das fordernd und zeitsparend zugleich ist, der sollte einen näheren Blick auf das High Intensity Interval Training werfen. Mit der richtigen Motivation ist HIIT eine perfekte Trainingsphilosophie für alle, die Leistung und Effizienz schätzen.

 
Bild: David Castillo Dominici FreeDigitalPhotos.net

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