Sixpack statt Onepack

FDH – friss die Hälfte! Nach diesem Motto haben Generationen von Männern versucht, abzunehmen. Und sind kläglich gescheitert. Nichts ist frustrierender, als den Kollegen beim geburtstäglichen Kuchenverschlingen zuzusehen und selbstkasteiend mit einem Magenknurren daneben zu stehen. Andererseits: Wenn du deinem Onepack jetzt Zucker gibst, wird nie ein Sixpack draus. Was tun?

Diäten sind schön und gut, funktionieren aber eigentlich nie und schon gar nicht langfristig. Sobald du deine gewohnte Ernährung wieder aufnimmst, setzen die Kalorien doppelt an. Der Körper bunkert jetzt nämlich alles, was er kriegen kann, um auf die nächste Durststrecke vorbereitet zu sein.

Erfolgversprechender ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Das Problem dabei ist, dass jedes Jahr eine neue ernährungswissenschaftliche Sau durchs Dorf getrieben wird. Low Fat, Low Carb, LOGI-Methode, Rohkost-Diät, Trennkost etc. pp. – die Experten geben sich die Klinke in die Hand bei der Verkündung der einzig richtigen und wahren Methode. Fest steht nur: Im stressigen Alltag ist es verdammt schwer, einem der Heilsbringer kontinuierlich zu folgen.

Im Grunde wissen wir auch ohne Ernährungsgurus, was gut für uns ist und was nicht. Schon Mutti sagte schließlich, wir sollen mehr Obst und Gemüse und weniger Süßigkeiten essen. Und lass dir nicht einreden, dass du ohne ein gewisses Maß an mühsamer Körperertüchtigung abnehmen kannst. Zwar empfehlen mittlerweile beinahe alle Diäten zusätzlich Bewegung, suggerieren aber, dass etwas Treppensteigen und Spazierengehen ausreichen. Auch hier ist uns klar, dass unsere genetisch auf Jäger programmierten Körper damit völlig unterfordert sind.

An der Überwindung des inneren Schweinehunds führt kein Weg vorbei. Wenn dir nach Süßem gelüstet, muss es halt mal der Apfel anstelle des Schokoriegels sein. Und regelmäßiger Sport muss fester Bestandteil des Alltags werden. Optimal ist dabei eine Mischung aus Krafttraining und Ausdauersport. Ist der Anfang erst einmal geschafft, wird der Sport so selbstverständlich wie Zähneputzen. Die Ausrede „keine Zeit“ gilt dabei nicht: Joschka Fischer schaffte es einst als Außenminister mit einer vollgepackten Arbeitswoche und vielen Reisen, sich auf einen Marathon vorzubereiten.

Bild: © Peter Atkins – Fotolia.com

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