Sommerzeit ist Grillzeit

Selbst der größte Kochmuffel unter den Männern findet immer wieder eine Gelegenheit, doch einmal die Schürze um die Hüfte zu gürten: Denn wenn der Sommer kommt, verlässt der mächtige Mann seine Höhle und entfacht ein Feuer, um rohes Fleisch (oder Gemüse) zu grillen und wie schon der Neanderthaler die Versorgung der Sippe sicherzustellen.
Damit in diesem Sommer nicht nur die Presswurst aus dem Supermarkt auf den Rost kommt, gibt es hier noch einige Rezeptideen.

Hähnchen mit Schuss und ordentlich Gemüse

Da auch der schönste Grillabend ohne Bier in der Hand irgendwie leer und unvollkommen ist, lässt sich das eine auch mit dem anderen mischen.
Zunächst einmal, das dürfte Männer freuen, muss eine halbe Dose Bier getrunken werden, anschließend in der Mitte sauber aufgetrennt. Ein ganzes Grillhähnchen wird anschließend mit der Dose gefüllt und das Konstrukt aus Bier und Hähnchen (am besten bereits vorgewürzt) mit der Unterseite der Dose auf den Grill gestellt.
Da das Bier aus der Dose wegen der stetigen Hitze verdampft, zieht der Biergeschmack in das Hähnchen, während der Dampf das Fleisch von innen mit Flüssigkeit versorgt – trockenes, nüchternes Fleisch gehört damit der Vergangenheit an.
Aber auch Gemüse gehört im Sommer zur ausgewogenen Ernährung, um genau das aber ein wenig aufzupeppen, lassen sich zum Beispiel auch Zwiebeln ein wenig versüßen. Füllt man eine Zwiebel mit Hackfleisch, so kehrt man nicht nur das ewige Gleichgewicht der Zwiebelschnitzer in der Frikadelle um, sondern schafft auch eine schmackhafte Alternative zur regulären Boulette dar. Doch Vorsicht: Die gefüllte Zwiebel muss rund 40 Minuten auf dem Grill bleiben und schon bei der Vorbereitung bieten sich die ersten Stolperfallen. Die Wurzel der Zwiebel muss nämlich entfernt werden, der Boden muss aber trotzdem geschlossen bleiben, damit das Hack nicht auf die Kohle tropft. Wer allerdings genug Geduld und Geschick aufbringt, kann mit 100 Gramm Hackfleisch pro Zwiebel eine kulinarische Blüte schaffen, wie vor allem Männer sie lieben.
Etwas klassischer, aber nicht minder anspruchsvoll ist da schon das Knoblauchsteak. Anstatt das Steak im Anschluss ans Grillen also in ohnehin viel zu fetter Knoblauchbutter zu ertränken, sollte man schon während des Grillvorgangs ans Würzen denken. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Knoblauch und etwas Rosmarin ist dem Würzen dann auch Genüge getan, mehr braucht Steak nicht, immerhin möchte man den feinen Geschmack und die Röstaromen ja unterstützen und nicht überdecken.
Zunächst wird die Knoblauchknolle indirekt erhitzt und die Zehen gelöst, sobald die Knolle weich genug ist. Anschließend werden die Zehen mit Olivenöl und und einem Esslöffel Salz und einem Teelöffel Pfeffer vermengt. Die Paste wird gleichmäßig auf vier Steaks verrieben und nach einer Minute scharfen Angrillens werden die Steaks noch etwa 10 Minuten (je nach Geschmack) bei indirekter Hitze weiter gegart. Mit ein wenig Rosmarin abgeschmeckt ein absoluter Leckerbissen.

 

Mediterrane Abrundung fürs Grillfest

Auch als Beilage ist ein wenig leichte Abwechslung ideal. Statt also fette Kartoffel- und Nudelsalate zu servieren, kann man(n) in diesem Jahr mehr Abwechslung präsentieren. Mischt man Pasta mit rotem Pesto und einem Schuss Balsamico, Ruccola, schwarzen Oliven und Mozzarella, erhält man einen spielend leicht zubereiteten Nudelsalat.
Und auch ein sommerlicher Kartoffelsalat mit Oliven, Tomaten, überbacken mit Fetakäse ist eine tolle und gesunde Ergänzung, um das nächste Barbecue zu einem kulinarischen Erlebnis zu machen. Ganz ohne Fünf-Sterne-Grillchef zu sein

Bild: Suat Eman FreeDigitalPhotos.net

About admin