Wenn Männer leiden …

Männer können sehr, sehr wehleidig sein. Da brauchen wir uns wohl leider nichts vormachen. Das allerbeste Beispiel ist und bleibt die Krankheit. Es wurde nun immerhin wissenschaftlich erwiesen, dass der männliche Körper während einer Krankheit tatsächlich größere „Qualen“ erleiden muss als der weibliche. Das wurde aber auch endlich Zeit, dass mit diesem komischen, mehr als stressigen Gerücht aufgeräumt wurde ;). Jedoch nutzt Man(n) es doch nur allzu gerne aus, um sich ein bisschen Zärtlichkeit und Fürsorge von seinen Liebsten zu ergattern. Hierzu betrachten wir doch einfach einmal folgendes Szenario:

  • 07:30 – Der Wecker klingelt. Man, ich fühl mich heute gar nicht gut. Könnte daran liegen, dass ich gestern gesoffen habe. Aber der Hals tut echt schon weh. Besser auch mal das Fieberthermometer rein. Ohoh, 37,5 Grad Celsius, das geht bitter aus!
  • 07:45 – Chef angerufen. „Hey Chef ich lieg zuhause im Sterben. Geht echt gar nicht. Telefon umleiten? Ne lass mal, ich bin echt hinüber. Ich meld mich dann!
  • 08:00Freundin und Mutter angerufen. „Mädels, ich bin echt total fertig. Ich glaube nicht, dass ich diesen Tag ohne seelische sowie körperliche Unterstützung überstehe. Wie soll ich an was zu essen kommen? Zur Apotheke laufen? Seid ihr verrückt? Ich bekomme mitten auf der Straße einen Kreislaufkollaps!“
  • 08:15 – Erst mal ein Glas Coke aus dem Kühli holen. Ist doch gut bei Grippe hab ich mal gehört! Ein reiner Zufall, dass mich mein Weg zum Kühlschrank an dem einladenden Sofa vorbeiführt. Na gut, wenn der PS3 Controller schon so da liegt. Ob nun Bett oder Sofa, erholen kann ich auch hier.
  • 12:30 – Was? Zock ich schon seit 4 Stunden Battlefield 3 mit meinen Online Kollegen im PS3 Network? Shit, die Tür … schnell den Fernseher aus, Controller unters Sofa geschmissen und die Decke über den Kopf gezogen. „Hi Mama, ich wollte mir nur was zum Trinken aus der Küche holen, dann bin ich vorm Sofa zusammengebrochen. Ich habe mich dann sicherheitshalber hier breit gemacht. Aber danke für die warme Mahlzeit, die du mitgebracht hast. Ob du hierbleiben sollst? Nein, ich komme schon klar. Wenn es zu schlimm wird, melde ich mich sofort, OK?“
  • 12:35 – „Sorry Jungs, mein Inet war weg. Klar können wir jetzt weiterzocken.“
  • 18:35 – Ihr wisst was in der Zwischenzeit passiert ist … Fuck, schon wieder die Tür. Das muss der Hausengel sein. Gleiches Procedere wie um 12:30 … ich bin geübt! Wieder das wehleidige Gesicht auflegen und erst einmal ein anständiges Abendbrot auf den Tisch. „Ja, ich brauche unbedingt einen Tee. Schatz, schön dass du da bist wenn ich dich brauche!“
  • 19:00 – zzzZZZZzzz … eingeschlafen. Nach solch einem anstrengenden Krankheitstag ist die Erholung im Schlaf das A und O!

Ihr wisst Bescheid? Ihr findet euch in diesem Szenario wieder? Leiden ist King? Schlimmer wird es im Grunde nur noch, wenn der Liebeskummer ins Haus steht. Dann macht der sonst so starke Mann auch mal ein Kerzchen an, legt plötzlich Adeles „Someone like you“ auf und vergießt sogar die eine oder andere bittere Träne. Ja auch das Telefon, das sonstige Ressort der Damenwelt, wird fortan in Anspruch genommen. Ob die beste Freundin, den Kollegen, der einen versteht oder auch das Gratisgespräch von Vistano in Anspruch zu nehmen … ;)

Ich sag euch eines. Von solchen Weicheiern distanziere ich mich hier aber mal ganz klar. Ich hatte noch nie eine Freundin, meine Mutter wohnt hunderte Kilometer entfernt und ein Telefon habe ich noch nie besessen … Ihr glaubt mir nicht? Verdammt … ab vor die PS3 ;)

Bildquelle: © Felix Jork – Fotolia.com

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